Imke kehrt nach St. Peter-Ording zurück. Nicht nur, um ihre Eltern zu besuchen, sondern um vorübergehend die Stelle ihres Vaters zu übernehmen: Er arbeitet als Pastor und hat sich das Bein gebrochen. Das allein wäre schon schlimm genug gewesen, aber in der Adventszeit gibt es die verschiedensten Anlässe, deren Durchführung nun in Frage gestellt war. Imke freut sich, als Pastorin einzuspringen, hat aber auch gemischte Gefühle zu ihrer Rückkehr: Die Gedanken an ihre einst beste Freundin Sinja und ihre grosse Liebe Simo, die sie hier zurückgelassen und bisher nicht mehr gesehen hat, setzen ihr zu. Was werden die kommenden Wochen bringen?
Erster Eindruck: Ein sehr stimmungsvolles Cover, das sehr gut zum gewählten Buchtitel passt.
Nach dem Prolog kommt es zu einem Zeitsprung von acht Jahren. Imke arbeitet in einem Jugendzentrum in Münster, seitdem ihre Kirche in Warendorf, wo sie fünf Jahre als Pastorin gearbeitet hat, geschlossen wurde. Die Tätigkeit gefällt ihr… meistens. Aber tief im Innern ihres Herzens ist sie eben doch Pastorin. Der Anruf ihrer Mutter, nach Hause zu kommen, um die Pastorenstelle interimistisch zu übernehmen, erwischt sie auf kaltem Fuss.
Sie weiss, sie hat noch zwei „Baustellen“ aus der Vergangenheit: einerseits Sinja, früher ihre beste Freundin, und andererseits Simo, ihr damaliger Freund. Da beide SPO nicht verlassen haben, wird sich eine Begegnung nicht vermeiden lassen. Doch davor fürchtet sie sich…
Imke hat mir sehr gefallen, ich habe gleich gespürt, dass sie mit Leib und Seele Pastorin ist. Aber eines macht auch der Fachfrau zu schaffen: Vergebung. Sie sollte sich für ihr damaliges Handeln vergeben können. Nachdem sie Sinja wiedergetroffen hat, entschuldigt sie sich zigfach dafür, dass sie den Kontakt nicht aufrechterhalten hat. Das empfand ich mit der Zeit etwas ermüdend, denn das Halten einer Verbindung ist keine einseitige Sache. Auch Sinja hätte den Kontakt suchen können. Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen und es gab den einen oder anderen Stolperstein auf dem Weg zu Weihnachten. Am besten gefallen hat mir der Zusammenhalt der Einheimischen. Von mir gibt es 3 Sterne.