Der Klappentext dieses Romans führt ein wenig in die Irre, er klingt nach einer eher harmlosen Geschichte. Tatsächlich widmet das Buch sich Themen wie Freundschaft, Verlust, Schuld, Vergebung und selbstbestimmtem Sterben.
Der Buchtitel bleibt für mich unverständlich, weil mir in der Geschichte ein Bezug dazu fehlt. Das Cover ist zwar einigermaßen passend, wirkt aber ähnlich „zahm“ wie der Klappentext.
Die Ich-Erzählung sorgt für große Nähe insbesondere zur Hauptfigur, deren innere Konflikte und Erinnerungen bildhaft geschildert werden. Sie macht von Beginn an klar, worauf die Geschichte hinaus laufen wird. Emotional fiel es mir manchmal schwer, mit der Protagonisten auf dieses Ende zuzusteuern. Eine wohltuende Auflockerung bringt die junge Edie, die mit ihrer jugendlichen Unbekümmertheit den schweren Themen immer wieder ein Stück Leichtigkeit verleiht.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, mit einer feinen Prise Humor, die nie fehl am Platz wirkt.
Während des ganzen Romans stand für mich die Frage im Raum: Was zählt wirklich, wenn das Leben sich dem Ende zuneigt? Eine Frage, die zum Nachdenken anregt.