Was mir gefallen hat:
Wie Michael Robotham Charaktere, Umgebungen und Emotionen beschreibt, ist einfach herausragend. Jede Figur wirkt lebendig und individuell – man fühlt sich sofort in die Geschichte hineinversetzt.
Die Story ist fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Immer wieder fragt man sich: „Was passiert als Nächstes?“
Die 538 Seiten verfliegen im Nu – das Buch liest sich so flüssig, dass man kaum merkt, wie schnell man durch ist.
Was mir weniger gefallen hat:
Manche Passagen haben sich etwas gezogen, und ich ertappte mich dabei, ungeduldig zu werden. Aber ehrlich gesagt lag das wohl mehr an meiner Neugier als am Buch selbst. 🙂
Mein Fazit:
Die weisse Krähe war mein erster Thriller – und damit auch mein erstes Buch von Michael Robotham.
Die Protagonistin hat in mir ein ganzes Spektrum an Gefühlen ausgelöst: Anfangs pure Sympathie, dann Verwirrung über manche ihrer Entscheidungen, und am Ende echtes Mitgefühl. Lediglich eine klitzekleine Aussage gegen Ende konnte ich nicht ganz nachvollziehen – wahrscheinlich, weil ich mir den Moment einfach ein bisschen anders gewünscht hätte.
Meine Verdächtigungen, wer das Opfer umgebracht hat, lagen natürlich alle daneben – und genau das hat mich angetrieben, weiterzulesen.
Kurz gesagt: Dieses Buch war ein emotionales Auf und Ab. Es hat mich aufgeregt, nervös gemacht, zum Lachen gebracht und am Ende sogar zu Tränen gerührt.
Und um ehrlich zu sein: Ich habe mich absolut in die Familie der Protagonistin verliebt. Erst in der Danksagung habe ich erfahren, dass es sich um den zweiten Band handelt – und naja, was soll ich sagen… das erste ist schon auf dem Weg zu mir. 😁