Es ist nicht einfach, eine Bewertung dieses Romans zu schreiben. Das Hauptthema ist das Zwischenspiel Mensch/Maschine. Die vielen Schauplätze und verschiedenen Zeitepochen, vom 18. Jahrhundert bis in die Zukunft, machen die Lektüre nicht einfach; zumal kein roter Faden erkennbar ist. Für die überlangen und verschachtelten Sätze braucht es Geduld. Doch sind es gerade diese Satzgebilde, die auch eine gewisse Faszination hervorrufen. Situationen werden so bildhaft und nachvollziehbar dargestellt, dass es schon fast genial ist. Vor allem der Teil des Buches, der sich mit der Industriellen Revolution auseinandersetzt, fasziniert durch die bildhafte Beschreibung der Situation: der Fluch und Segen der Mechanisierung, der mühsame Alltag der Weber, ihre armseligen Unterkünfte und auf der andern Seite die Faszination der neuartigen Maschinen. Die Beschreibung der Fabrikhalle mit dem Tanzen der Schiffchen und dem Entstehen des Stoffes hat mich an die präzise Choreografie eines Balletts erinnert.
In andern Kapiteln hat sich der Autor meiner Meinung nach zu fest verzettelt.
Ich würde das Buch niemandem empfehlen, der ein reines Lesevergnügen sucht.