Beren und Lúthien gehört zu den schönsten und tiefsten Liebesgeschichten, die je in Mittelerde erzählt wurden – lange bevor Der Hobbit oder Der Herr der Ringe begannen. Es ist die Geschichte einer unsterblichen Elbenprinzessin, die sich in einen sterblichen Menschen verliebt – und damit eine Grenze überschreitet, die selbst die Valar ehrfürchtig macht.
Lúthien, Tochter von Thingol und Melian, steht als Symbol für Mut, Hingabe und das Überwinden der scheinbar unüberwindbaren Schranken zwischen den Welten. An ihrer Seite kämpft Beren, der Mensch, dessen Liebe stärker ist als Angst und Tod. Gemeinsam wagen sie es, Saurons Vorläufer Morgoth herauszufordern – um ein Silmaril aus seiner Krone zu rauben.
Diese Geschichte ist mehr als ein Mythos – sie ist Tolkien selbst zutiefst verbunden. Seine Liebe zu seiner Frau Edith inspirierte ihn zu Lúthien, und auf ihrem gemeinsamen Grabstein in Oxford stehen die Worte „Beren“ und „Lúthien“ eingraviert – ein ewiges Zeugnis ihrer eigenen Liebe, die in diese Legende eingeflossen ist.
Auch in Der Herr der Ringe lebt diese Geschichte weiter: Aragorn singt am Lagerfeuer das Lied von Beren und Lúthien und erkennt darin das Spiegelbild seiner eigenen Liebe zu Arwen. So zieht sich dieses uralte Lied wie ein leiser, melancholischer Faden durch Tolkiens ganzes Werk – ein Lied über Hoffnung, Verlust und die Macht der Liebe, die selbst dem Tod trotzt.
„Und Lúthien tanzte, und Beren sah sie – und in diesem Augenblick veränderte sich sein Schicksal für immer.“