*Doris führt in dritter Generation einen kleinen Souvenirladen in Luzern. Ihr Vater ist trotz seiner fünfundachtzig Jahre immer noch mit im Laden. Doris bietet etwas Spezielles an: ein selbstgezeichnetes Porträt auf einer Christbaumkugel! Mit wenigen Strichen fängt sie das Wesen des Gegenübers ein und macht so den Käufer glücklich. Zugleich wird der Christbaumkugelvorrat ein bisschen kleiner – ihr Vater hat einst bei einer Bestellung zehn Paletten anstatt Packungen geordert! Es kommt zu einem unerwarteten Klassentreffen mit ehemaligen Mitstudierenden aus einem Englischkurs in London vor vierzig Jahren. Das Treffen bringt unerwartete Gefühle ans Licht. Das schönste Weihnachtsgeschenk gibt es erst am fünften Advent…
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Erster Eindruck: Das Cover mit einem Ausschnitt von Luzern auf (oder in) der Christbaumkugel gefällt mir sehr gut. Der Titel ist ungewöhnlich und erregt dadurch Aufmerksamkeit.
Die Geschichte hatte noch nicht mal begonnen und ich war schon innerlich berührt, nämlich durch die Widmung – schluck…
Doris hatte nie vor, den Souvenirladen zu übernehmen. Aber als sie mit zwanzig Jahren schwanger wurde, der werdende Vater jedoch kein Interesse am Nachwuchs zeigte, blieb sie in Luzern und arbeitete im Geschäft. Und die Jahre vergingen. Leider hat sie kein gutes Verhältnis zu ihrer Tochter; den fünfjährigen Enkel hat sie noch nie gesehen. Das schmerzt sehr. Sie wünscht sich nichts weiter als eine liebevolle Beziehung zu ihrer Tochter.
Eine der ehemaligen Kursteilnehmer aus London hat sich gemeldet und kurzerhand ein Klassentreffen in Luzern organisiert. Doris freut sich zwar, aber zugleich hat sie auch Angst davor. Haben alle anderen ihre Träume verwirklicht? Ist sie die Einzige, die allein ist? Es ist ihr durchaus bewusst, dass sie sich nicht mit anderen vergleichen sollte, denn jeder Lebensweg ist nun mal anders. Das kenne ich von mir nur allzu gut. Wenn ich mich mit anderen vergleiche, ziehe ich immer den Kürzeren. Dabei weiss ich nichts über die anderen, ausser dass sich einige besser „verkaufen“ können als ich. Aber an dieser Dauerbaustelle bin ich dran.
Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Das Kreieren des fünften Advents fand ich witzig und den Ausgang der Geschichte gelungen. Von mir gibt es 4 Sterne mit einer tüchtigen Portion Zimt-Zucker!