Ich hatte mich sehr auf das Buch Lázár gefreut, da es für mich vielversprechend klang. Mit den Familiengeschichten und deren Schatten und Geheimnissen, hatte es mich sehr gepackt.
Der Schreibstil ist anspruchsvoll und teilweise kompliziert, wodurch es etwas dauert, in die Handlung einzutauchen. Einige Kapitel musste ich mehrfach lesen, um den Kontext vollständig zu verstehen. Biedermann wechselte auch immer wieder, sodass man manchmal den Überblick verlor oder hoffte, dass das Geheimnis bald gelüftet wird und man den Grund erfährt.
Ich hatte eigentlich andere Erwartungen von diesem Buch, insbesondere was die Themen Familie, Geheimnisse und Schatten betrifft, aber es wurde mehr über den 2. Weltkrieg, den Aufstand und die Schicksale der Menschen in jener Zeit erzählt.
Das Buch vermittelt die Gefühle, Ängste und das Leid der Menschen sehr eindrücklich. Es war so gut beschrieben, als ob man selbst vor Ort gewesen wäre und das Geschehen miterlebt hat.
Die Geschichte bleibt inhaltlich teilweise oberflächlich und lässt viele Fragen offen, was mich leider eher enttäuscht hat. Wäre ich nicht in dieser Leserunde gewesen, hätte ich das Buch womöglich weggelegt.
Für mich muss ein Buch mich fesseln, mich entspannen und es sollte ein Genuss sein, und nicht durcheinanderbringen, sodass ich es mehrmals lesen muss, um die Handlung und den Kontext zu verstehen.
Für die Interpretation und die Gefühle, die Biedermann beschrieben hat, und auch die Geschichte an sich, die nicht meiner Vorstellung entsprach, gebe ich trotzdem fünf Sterne. Allgemein, als Buch zur Entspannung und zum Geniessen, würde ich maximal zwei Sterne vergeben. Somit wären wir bei drei Komma fünf Sterne. Ich runde es auf vier, aber Persönlich würde ich dieses Buch jedoch weder empfehlen, noch jemandem schenken.