Mit Zerbrochen setzt Michael Tsokos die Reihe um Dr. Fred Abel fort. Wie gewohnt überzeugt der Autor mit seinem fachlich fundierten Schreibstil und spannenden Einblicken in die Rechtsmedizin.
Allerdings war dieser Band für mich der bisher schwächste der Reihe. Die Handlung wirkt stellenweise zu konstruiert, der Spannungsbogen flacht zwischendurch ab, und der sonst so starke Sog der Geschichte wollte sich bei mir dieses Mal nicht richtig einstellen. Zwar bleibt der Fall interessant, aber die emotionale Tiefe und das Tempo früherer Bände fehlen etwas.
Trotzdem ist Zerbrochen ein solider Thriller – lesbar, aber ohne das Niveau der Vorgänger zu erreichen.