Die Mitternachtsbibliothek hat mich mit ihrer Grundidee sofort neugierig gemacht: Die Vorstellung, all die Leben zu durchleben, die man hätte führen können, fand ich unglaublich spannend. Auch der Schreibstil ist angenehm und stellenweise wirklich schön.
Trotzdem hat mich das Buch emotional nicht erreicht. Gerade weil es so ernste Themen wie Depression und Suizid anspricht, hatte ich gehofft, dass es tiefgründiger und berührender wird. Stattdessen blieb vieles für mich überraschend oberflächlich. Ich habe beim Lesen ständig auf den Moment gewartet, der mich wirklich packt – aber leider kam er nie.
Am Ende bleibt bei mir das Gefühl zurück, dass hier eine großartige Idee leider nicht ihr ganzes Potenzial entfalten konnte. Schade, denn der Ansatz war stark und wichtig.