Mit «Today I’ll Fall For Him» bringt Bianca Wege ihre beliebte Harpersville-Reihe zum Abschluss. Der Einstieg gelingt leicht, denn man fühlt sich sofort in die Kleinstadt zurückversetzt, wo vertraute Figuren und ein gewohnt warmes Setting für ein heimeliges Gefühl sorgen.
Angelina ist eine Perfektionistin, die nach einem Fehler im Unternehmen ihres Vaters ihr Leben neu ordnen will. So flieht sie aus der Grossstadt zu ihrem Bruder nach Harpersville. Sie lebt für To-do-Listen und klare Strukturen, bis der Volleyball-Coach Riven ihr den Boden unter den Füßen wegzieht. Riven selbst ist ein ruhiger, bodenständiger Charakter, der Lina nicht bedrängt, sondern ihr Raum gibt.
Im Verlauf der Geschichte wird ihre Beziehung Schritt für Schritt aufgebaut. Erfrischend ist, dass dabei nichts überstürzt und kein künstliches Drama aufgebauscht wird. Die Idee mit den gegenseitigen To-do-Listen bringt Witz und Leichtigkeit in die Handlung.
Besonders gefallen haben mir die Chemie zwischen Lina und Riven sowie die erwachsene Art, wie viele Konflikte gelöst wurden. Statt unnötigem Drama gibt es offene Gespräche und nachvollziehbare Entscheidungen. Auch die Rückkehr bekannter Figuren hat mich gefreut, denn sie sorgen für ein vertrautes, lebendiges Umfeld.
Das ist nun jammern auf hohem Niveau… meiner Meinung nach hat Riven etwas wenig Tiefe bekommen. Ich hätte mir sehr gewünscht, auch Kapitel aus seiner Sicht zu lesen, um seine Gedankenwelt besser kennenzulernen. Auch der obligatorische Konflikt gegen Ende wirkte für mich etwas konstruiert, denn er hätte durch mehr Kommunikation leicht vermieden werden können.
Der Schreibstil von Bianca Wege ist wie gewohnt flüssig, charmant und angenehm zu lesen. Sie schafft es, Humor und Emotionen auszubalancieren und ihren Figuren einen eigenen Ton zu geben.
Fazit:
charmant, warmherzig, unterhaltsam
«Today I’ll Fall For Him» ist ein gefühlvoller, atmosphärischer Abschluss der Reihe und macht einfach Spass. Einmal mehr konnte mich Bianca Wege mit einem humorvollen Wohlfühlbuch für sich gewinnen und ich finde es schade, dass das nun wirklich der letzte Besuch in Harpersville gewesen sein soll…