Als es im Kongo zu Unruhen kommt, wird die junge Bijoux nach London geschickt, in eine fremde Stadt, zu einer Tante, die sie kaum kennt. In der Hoffnung, bald wieder nach Hause zu dürfen, akzeptiert Bijoux das unterwürfige, schweigsame Zusammenleben mit der Tante. Als sie sich zum ersten Mal verliebt, muss sie ihre Liebe verstecken. Denn die Liebe zu einer Frau würde die gläubige, konservative Tante Mira niemals dulden.
Was Bijoux nicht weiss: Auch Mira hütet ein Geheimnis. Jahrzehnte zuvor verlor sie im Kongo alles, was ihr etwas bedeutete und hat ihr Herz damals fest verschlossen.
„Wohin du auch gehst“ ist der Debütroman der kongolesisch-britischen Schriftstellerin Christina Fonthes, im welchem sie zwei Lebensgeschichten verbindet. Zwei starke Frauen müssen, zu unterschiedlichen Zeiten, ihre Heimat zurücklassen und in London ein neues Leben beginnen. Eine spannende Geschichte, in der man als Leser:in die Achterbahn der Gefühle bei der Suche nach einer neuen Idendität fast spürbar miterlebt. Beide Frauen erleiden einige Rückschläge und müssen lernen, sich selbst treu zu bleiben. Ein starker Roman über Traumata, kulturelle Prägungen, Geheimnisse, Glaube und Liebe - mit spannenden Wendepunkten und einer für mich unerwarteten Auflösung am Ende. Grosse Leseempfehlung - vor allem für Leser:innen, die gerne in fremde Kulturen eintauchen.