Mein Leseeindruck, subjektiv, aber spoilerfrei đ
Mich hat der Klappentext und die vielen Lobeshymnen neugierig gemacht, umso mehr freute ich mich, als ich das GlĂŒck hatte das Buch in einer Leserunde von Book Circle zu lesen đ
Den Schreibstil empfinde ich als unauffĂ€llig, einfach und nichts Besonderes .Zwar habe ich mir immer wieder mal den ein oder anderen Satz markiert, was aber eher daran liegt, dass ich mich mit den Worten identifizieren konnteâŠ.In diesem Buch geht es nĂ€mlich um ziemlich herausfordernde Themen, wie Kinderwunsch, Trennung/Scheidung, Selbstmord, Verlust des Ehepartners/ MutterâŠweshalb ich eigentlich eine Triggerwarnung erwartet hĂ€tte! ErzĂ€hlt wird ĂŒbrigens im personalen Stil aus der Sicht der Protagonistin Phoebe.
Entsprechend erfahren wir ĂŒber sie am Meisten und ich fand ihre Ausarbeitung soweit ganz gelungen. Trotz den vielen Aspekten, die ich aus persönlicher Erfahrung sehr gut nachvollziehen konnte, hielt mich Phoebe interessanterweise dennoch auf Distanz und wirkte eher kĂŒhl auf mich. Mit Lila ein wichtiger Nebencharakter wurde ich leider ĂŒberhaupt nicht warm, irgendwie konnte ich sie nicht greifen und ihre Dialoge mit Phoebe waren oft recht strange! Gary ihr zukĂŒnftiger Ehemann war hingegen ganz nett, wirkte jedoch auch irgendwie blass und seine Tochter Juice fand ich ganz o.k. Nicht zu vergessen Matt, der Ex Mann von Phoebe, der konnte als FremdgĂ€nger sowieso nicht punkten bei mir đ Es tummeln sich ĂŒbrigens noch ganz viele weitere Figuren in dieser Geschichte, irgendwie ein bunter Haufen, die Interaktionen untereinander wirken manchmal etwas eigenartig und mir ist ehrlich gesagt auch Niemand so richtig im GedĂ€chtnis haften gebliebenâŠ..
â Bestes Buch des Jahresâ ( ELLE, THE GUARDIAN) â New York Times- Bestellerâ â Gewinner des Goodreads Choice Awardsâ âŠ..all diesen positiven Stimmen kann ich mich leider nicht anschliessen. Das Buch hat seine guten Momente ja, trotzdem gibt es aber oft ausgedehnte, belanglose, absurde, skurrile Dialoge, die einfach nur langatmig zu lesen waren, weshalb ich mich hĂ€ufig durch die Seiten quĂ€lte! Ebenfalls schafft es die Autorin meiner Meinung nach eben nicht die anscheinend witzig gedachten Sequenzen mit den ernsteren Aspekten geschickt zu kombinieren. Den Charakteren fehlt es an Tiefe und Lebendigkeit, weswegen ich mich zwar hineinversetzen konnte, jedoch nie mitgefĂŒhlt habe. Auch verspĂŒrte ich weder AtmosphĂ€re noch irgendwelches Kopfkino. Um es in Temperaturen auszudrĂŒcken, ich wurde mit dem Buch einfach nicht warm, die Geschichte liess mich kalt und insgesamt hinterlĂ€sst es einen lauwarmen Eindruck đ
Aus all diesen GrĂŒnden vergebe ich 2,5 Sterne