Hanna Caspian hat es einmal mehr geschafft mich mit Ihrer Familiensaga in den Bann zu ziehen. Es ist mir leicht gefallen mich wieder in die Geschichte und ihre Protagonisten (ja auch die ungeliebten sind wieder dabei ;o)) einzufinden, trotz den vergangenen Monaten seit dem 3. Band und einigen spannenden anderen Büchern dazwischen.
Was mir besonders gefällt ist, einen gut recherchierten Einblick in die sich wandelnde Welt nach dem ersten Weltkrieg in der damaligen ersten deutsche Republik zu erhalten. Die Geschichte der Familie und ihren Angestellten wird dabei wunderbar mit der Historie verwoben. Man erfährt dadurch aus verschiedenen Perspektiven, wie es den Menschen damals ergangen sein könnte. Kaum vorstellen, dass es eine Zeit gab, in der man mit einem Koffer voller Reichsmark zum Bäcker gehen musste… Das Buch zeigt einmal mehr das der Begriff die goldenen 20iger nicht für alles und jeden goldenen waren, sondern gerade zu Beginn für viele auch Hunger, Armut und Tod bedeutete.
Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die neben einer guten, nicht zu verworrenen Familiengeschichte, auch noch gern mehr über die Zeit nach dem ersten Weltkrieg erfahren möchten. Man kann zwar auch nur den 4. Band lesen, will man aber die Familiengeschichte wirklich gut nachvollziehen, beginnt man am Besten beim 1. Band.
Ich bin gespannt auf eure Meinungen.
Liebe Grüsse,
Anni