Mit „Todesurteil“, dem zweiten Fall des ungleichen, aber brillanten Ermittlerduos Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez, hat mich Andreas Gruber erneut voll und ganz überzeugt. Sein Schreibstil ist packend, flüssig und fesselt mich so sehr, dass ich die rund 573 Seiten tatsächlich an einem einzigen Tag verschlungen habe.
Besonders begeistert hat mich die Dynamik zwischen den beiden Ermittlern bissig, klug, unterhaltsam und tiefgründig. Ihre Interaktionen verleihen der düsteren Handlung eine besondere Würze und machen das Buch auch auf zwischenmenschlicher Ebene spannend.
Ein weiteres Highlight war für mich die multiperspektivische Erzählweise. Die Geschichte wird aus der Sicht mehrerer Hauptfiguren erzählt, was nicht nur für zusätzliche Spannung sorgt, sondern auch den Leser*innen erlaubt, tief in die komplexe Handlung einzutauchen. Die verschiedenen Erzählstränge fügen sich am Ende auf beeindruckende Weise zusammen durchdacht, überraschend und absolut überzeugend.
Ich hatte zwar im Verlauf des Buches einen Verdacht, wer hinter den grausamen Taten stecken könnte, wurde aber letztlich doch eiskalt überrascht genau so liebe ich Thriller!
Fazit: „Todesurteil“ ist ein intelligenter, wendungsreicher Thriller mit hohem Suchtpotenzial. Band 3 und 4 sind bei mir bereits bestellt ich kann es kaum erwarten, weiterzulesen!