„Im Meer waren wir nie“ ist ein autofiktionaler Roman, der durch seine kunstvolle, poetische Sprache und seine melancholische Atmosphäre besticht. Die Geschichte wird nicht in einer klassischen Erzählweise präsentiert, sondern in Szenen, welche die Lesenden tief in das Leben einer besonderen Gemeinschaft eintauchen lassen.
Inhaltlich dreht sich das Buch um eine namenolse Ich-Erzählerin, die nach Lili schaut, einer alten Frau, die mit ihrem kranken Ehemann Emil ins Altersheim zieht. Die Erzählerin kennt Lili und ihre Familie bereits gut, insbesondere Sophie, Lilis Enkelin, mit der sie seit ihrer Kindheit befreundet ist. Sophie lebt mit ihrem achtjährigen Sohn in demselben Haus, und die Erzählerin kümmert sich oft um den kleinen Jungen.
Die Sprache des Romans ist berührend, poetisch und melancholisch, was die emotionale Tiefe der Geschichte unterstreicht. Die Szenenartige Erzählweise fordert Konzentration, doch sie ermöglicht es, die Figuren und ihre inneren Welten intensiv zu erleben. Das Buch schafft eine intime Atmosphäre, in der die Grenzen zwischen Realität und Erinnerung verschwimmen.
„Im Meer waren wir nie“ ist ein kunstvoll erzählter Roman, der durch seine sensible Sprache und die authentische Darstellung menschlicher Gefühle beeindruckt. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und einem durch seine poetische Melancholie berührt.