Die Sprache in Koala ist gut verständlich, aber der Inhalt hat mich schockiert. Wie Bärfuss über seinen Bruder schreibt, wirkt kalt, abwertend und teilweise sogar diskriminierend. Besonders, wie er mit dem Thema Suizid umgeht, hat mich sehr gestört. Es fühlt sich nicht einfühlsam oder respektvoll an – eher so, als wolle er daraus Kapital schlagen. Ich finde es falsch, auf so persönliche und schmerzhafte Weise über jemanden zu schreiben und dann Geld mit seinem Tod zu verdienen. Für mich war dieses Buch nicht nur enttäuschend, sondern auch verletzend. Ich kann es nicht weiterempfehlen.