Callie Hart liefert mit Quicksilver einen spannenden und temporeichen Roman, der sich mühelos in einem Rutsch lesen lässt. Die Geschichte ist fesselnd inszeniert, mit einem angenehmen Erzählfluss und gut dosierter Action, die nie überhandnimmt, aber auch keine Langeweile aufkommen lässt. Die Figuren sind solide gezeichnet, das Setting atmosphärisch, und es gibt genügend Wendungen, um das Interesse konstant hochzuhalten.
Dennoch wirkt Quicksilver stellenweise wie ein Déjà-vu – ein Buch, das sich innerhalb bekannter Genre-Grenzen bewegt und Elemente verwendet, die man in leicht abgewandelter Form bereits aus anderen Geschichten kennt. Innovation oder Überraschungen im grossen Stil sucht man vergeblich. Stattdessen bekommt man gut gemachte Genre-Kost, die zwar nicht revolutionär ist, aber dafür zuverlässig unterhält