Ich habe das Buch „Der Heimweg“ von Sebastian Fitzek gelesen – und es hat mich wirklich mitgenommen. Wie so oft bei Fitzek geht es gleich ziemlich spannend los. Die Idee hinter der Geschichte fand ich total interessant: Es geht um ein sogenanntes Heimwegtelefon, bei dem Frauen anrufen können, wenn sie nachts Angst haben, allein nach Hause zu gehen. Eigentlich eine gute Sache – aber in diesem Fall wird es richtig unheimlich.
Die Hauptfigur ist ein eher ruhiger Typ mit einer traurigen Vergangenheit. Er arbeitet nachts in einem Schutzhaus für Frauen und nimmt dort einen Anruf von Klara entgegen. Was sie erzählt, ist ziemlich verstörend: Sie sagt, sie sei schon tot – und ihr Mörder höre mit. Ab da wird es richtig spannend und man will sofort wissen, was dahintersteckt.
Fitzek schafft es wieder mal, mich komplett in die Geschichte reinzuziehen. Es gibt viele überraschende Wendungen, manchmal hatte ich echt Gänsehaut. Besonders stark fand ich, wie das Thema Gewalt gegen Frauen aufgegriffen wird – ohne dass es übertrieben oder respektlos wirkt. Man merkt beim Lesen, wie ernst das Thema ist, auch wenn es in einem Thriller verpackt ist.
Der Schreibstil ist einfach und flüssig. Die Kapitel sind kurz, was ich persönlich super finde, weil man so schnell weiterlesen will („nur noch ein Kapitel“… und dann ist es plötzlich halb zwei nachts). Manchmal fand ich die Geschichte ein bisschen übertrieben oder verwirrend, aber das gehört bei Fitzek irgendwie dazu.
Insgesamt hat mir „Der Heimweg“ echt gut gefallen. Es war spannend, teilweise schockierend, aber auch emotional. Wer Psychothriller mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.