Beschrieben wird das Elend einer jungen Frau, die jede Beziehung zu ihrem Umfeld verliert, in ihrer tragischen Vergangenheit feststeckt und diese mit ihrer Gegenwart vermischt. Gerade den letzten Punkt hätte mich sehr interessiert. Die Vermischung von Vergangenheit und Gegenwart wird angedeutet, aber irgendwie nicht vollständig ausgebaut. Das unzuverlässige Erzählen der Hauptfigur hätte meiner Meinung nach der Hauptfokus der Erzählung sein dürfen. Die Beschreibungen von Drogenkonsum und Verwahrlosung fand ich zu Beginn in Anbetracht der Schwere der Thematik angebracht, ab der Hälfte des Buches hätte ich mich aber über einen Fokuswechsel gefreut.
Insgesamt hatte ich bei diesem Roman das Gefühl, dass viele interessante Aspekte vorgekommen sind, die dann leider aber für mich im Verlauf der Erzählung nicht wirklich ausreiften.