Ein Drittel der 45 Millionen lohnabhängigen Beschäftigten leidet täglich unter den geistigen Erkrankungen ihrer Chefs. Sie klagen über psychopathische Vorgesetzte mit (All-)Machtphantasien, die als unerträgliche Willkürherrscher, Mobber, Panikmacher oder Hysteriker Angst verbreiten. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt: Wer eine Führungsposition bekleidet, hat oft übersteigerte Persönlichkeitsmerkmale oder gar Persönlichkeitsstörungen und die Empathie nimmt mit jeder Hierarchieebene ab.
Warum und wie kommen diese Menschen auf diese Posten? Was treibt sie zur Macht? Die Psychologen Hesse/Schrader berichten von den Macken der Macher - vom kleinen Schikaneur aus dem Mittelstand bis zum kriminellen CEO eines Weltunternehmens. Eine Chef-Typologie hilft dem Leser, den eigenen Chef zu analysieren, um dann bereits erfolgreich erprobte Handlungsstrategien anwenden zu können.
Erfrischend unterhaltsam, für alle, die schon mal den ein oder anderen Chef außerhalb der Norm hatten. Aber auch für Leute, die Leute kennen, die irre sind.
Das Buch liest sich einfach, ist klar strukturiert und mit vielen ironischen Anspielungen gespickt. Besonders gehen einem die Augen auf, wenn man erfährt, dass verrückte Chefs mit einer sechsmal höheren Wahrscheinlichkeit als der Durchschnitt der Normalbevölkerung auftauchen. Genau, war irgendwie schon immer klar…
Nach der Darstellung der unterschiedlichen Ausprägungen erfährt man direkt, wie man am besten mit dem entsprechenden Typus klar kommt oder vielleicht selbst direkt betroffen ist?
Besonders erschüttert waren einige Berichte Betroffener, die immer mal wieder eingestreut sind. Insgesamt ein guter Mix aus Psychologie, Alltagsberichten und Denkanstößen.