Sara Gmuers Achtzehnter Stock erzählt eindrucksvoll die Geschichte einer alleinerziehenden Mutter, die in einem sozialschwachen Viertel in einem Plattenbau lebt – und dennoch unbeirrt an ihrem Traum festhält, Schauspielerin zu sein. Trotz harter Lebensumstände und täglicher Herausforderungen verliert sie ihre Vision nicht aus den Augen.
Mit stiller Kraft beschreibt Gmuer das Spannungsfeld zwischen Herkunft, gesellschaftlicher Realität und dem Streben nach Selbstverwirklichung. Auch wenn ihre Protagonistin es schafft, sich beruflich weiterzuentwickeln, bleibt die Herkunft spürbar – als Teil ihrer Identität, der nicht abzustreifen ist.
Die Sprache ist klar, feinfühlig und poetisch. Der Plattenbau wird zur Kulisse und zugleich zum Symbol für Enge, aber auch für Widerstandskraft.
Fazit: Ein sensibles, kluges Debüt über soziale Herkunft, Träume und den leisen Mut, sich selbst treu zu bleiben – unbedingt lesenswert.