"In jeder Stadt gibt es ein Viertel, in dem Menschen zwar mitten unter uns und doch am Rand der Gesellschaft leben. Einer der bekanntesten deutschen Brennpunkte war jahrelang das Einsatzgebiet von Rettungssanitäter Luis Teichmannm
Die Abgründe, die sich ihm dort offenbarten, zeigen, woran unser Land wirklich krankt: Arbeits- und Obdachlosigkeit, Drogensucht, alleingelassene Jugendliche in psychischen Krisen — Menschen, die im öffentlichen Raum nicht stören sollen, Menschen, denen wirkliche Hilfe verwehrt wird. Stadtbekannte Wohnblöcke, in denen Uniformträger ein Feindbild sind, weil man Dinge lieber unter sich klärt. So etwas geht an Sanitätern wie Luis nicht spurlos vorbei …
Mit klarer Sprache und Empathie statt Polemik widmet sich Luis Teichmann den Missständen in unserem Sozialstaat."
Tatsächlich folge ich dem Autor schon eine gefühlte Ewigkeit auf Tiktok und konsumiere durchaus gerne seine Videos. Deshalb wollte ich umso mehr dieses Buch lesen und wurde dabei definitiv nicht enttäuscht. Viel mehr wurde ich sogar noch positiv überrascht. Nicht nur, dass man auch in diesem Werk seinen Humor an der ein oder anderem Stelle findet. Nein, die absolut harten, durchaus detaillierten und beinah schonungslosen Erzählungen, die man in dem Buch zu lesen bekommt, sind beinahe noch besser. Denn man wird durch das erzählen der Realität sprachlos zurück gelassen. Man hat am Ende nur noch mehr Respekt vor jedem, der in einem sozialen Beruf arbeitet.