Ein englischer Radiomoderator, eine bunt gemischte Jazz Band und ein Schriftsteller mit Schreibblockade. Sie alle sollen in der Propagandamaschinerie Nazideutschlands ihren Beitrag leisten.
Basierend auf einer wahren Begebenheit, taucht die Leserschaft in eine düstere Zeit der neueren Vergangenheit ein. Der Autor bedient sich einer durchaus anspruchsvollen aber auch ausserordentlich schönen Sprache - es ist ein wahrer Genuss. Entsprechend hervorragend ausgearbeitet kommen da auch die einzelnen Figuren daher und runden das Buch zu einem stimmigen Ganzen ab - eingehüllt in einen dicken Satire-Mantel. Wenn auch grundlegend historisch korrekt, lässt es sich der Autor nicht nehmen, einen teilweise fast zynischen Blick auf die Akteure zu werfen.
Mr. Goebbels Jazz Band ist definitiv kein Easy-Read für Zwischendurch und erfordert, dass man sich wirklich auf das Buch einlässt. Wer das macht, wird aber auch entsprechend belohnt.