Tegan, 23 Jahre jung, mittellos und hochschwanger, ist nicht zu beneiden. Der Vater ihres noch ungeborenen Kindes ist verheiratet und will nichts von seinem ungebetenen Nachwuchs wissen, bietet ihr viel Geld an, um Tegans Schweigen zu erkaufen und ist auch sonst ein richtiger Widerling. Völlig verzweifelt bricht sie eines abends auf, ihren Bruder zu besuchen, um ihr weiteres Leben auf die Reihe zu bringen, allerdings hat sie sich einen denkbar ungünstigen Zeitpunkt zum Reisen ausgesucht. Sie gerät mit ihrem Witz von Auto in einen Schneesturm im winterlichen Maine, baut einen Unfall und bricht sich dabei den Knöchel. Da sie sich mitten im Wald befindet, ist Rettung eher unwahrscheinlich. Doch plötzlich ein Auto. Ein Riese von Mann, Hank, steigt aus und bringt die junge Frau zu sich nach Hause in Sicherheit. Hanks Frau, Polly, ist Krankenschwester und leistet erste Hilfe, soweit, so gut. Aber wer die Autorin MacFadden kennt, weiss genau, dass die friedliche Szenerie nicht lange anhält. Polly verspricht Tegan, eine Ambulanz zu rufen, aber im Lauf der Geschichte wird bald klar, dass Polly nicht im Traum daran denkt, Hilfe zu holen. Schliesslich kann sie nicht schwanger werden, und Tegans ungeborenes Baby kommt da wie gerufen….
Ein Krimi, verfasst wie ein Kammerspiel. Drei Personen auf engstem Raum, und jeder verfolgt seine eigenen Pläne, die nicht als sehr unschuldig durchgehen….Die Spannung steigt, und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis unzähmbare Gewalt ausbricht.
Nervenaufreibend wie immer, allerdings der erste Krimi von Freida MacFadden, der gewisse Längen aufweist. Als LeserIn hätte man in Tegans Lage längst die Nerven verloren und hätte nicht noch diskutiert und geredet. Allerdings ist das Jammern auf hohem Niveau, das Buch ist toll mit leichten Schwächen. Trotzdem tolle Lektüre für dunkle, verschneite Nächte….