In einer dunklen, fensterlosen Kapelle ruht ein jahrhundertealtes Geheimnis: der legendäre Kelch der Familie Gyrth. Seit Generationen bewachen ihn die Nachfahren – bis eines Nachts ein gewagter Entführungsversuch des derzeitigen Erben scheitert und die Gefahr plötzlich greifbar wird. Der junge Erbe steht im Visier einer skrupellosen Bande, und gemeinsam mit Albert Champion beginnt eine Jagd auf die Täter. Doch wem kann man trauen?
Der Einstieg in die Geschichte war vielversprechend – die etwas altmodische Sprache hat mich zwar kurz stolpern lassen, aber der britische Charme und das geheimnisvolle Familienerbe haben mich schnell in den Bann gezogen. Ich liebe klassische Kriminalromane, insbesondere mit einer Prise britischen Humor.
Doch je weiter die Handlung fortschritt, desto mehr wich meine Begeisterung einer gewissen Ernüchterung. Die Figuren blieben blass, die Klischees zu störend, und die versprochene Genialität des Detektivs? Nun ja – sie hat sich mir leider nicht erschlossen. Auch die Auflösung des Falls wirkte enttäuschend unspektakulär.
Alles in allem war Tödliches Erbe für mich ein solider Krimi, aber kein mitreißender Pageturner. Wer seichte Kriminalunterhaltung mit klassischem Setting sucht, wird vielleicht Gefallen daran finden – für eine echte Empfehlung reicht es für mich jedoch nicht.