Inhalt:
Dieser erste Band, dem noch drei weitere folgen sollen, erzählt die Geschichte von Hannelore Foss, der Tochter eines SS-Offiziers, die Beweise gegen ihren Vater sammeln will, der im Krieg maßgeblich an der Ermordung unzähliger Juden in einem KZ beteiligt war. Sie findet in einer Ruine eine Leiche und lernt den ermittelnden Polizisten Freddy kennen. Dieser bezieht Hanni mit in seine Untersuchungen ein. Schon bald kommen sich Hanni und Freddy gefühlsmäßig näher, doch beide haben Kriegsgeheimnisse, die zwischen ihnen stehen.
Bewertung:
Diese Geschichte beinhaltet alles und mehr, als ich erwartet habe. Die Geschehnisse sind real, gut recherchiert und haben mich einmal mehr betroffen gemacht. In der aktuellen Zeit der politischen Entwicklungen weltweit bin ich dankbar, dass ich den Zweiten Weltkrieg nur aus den Schilderungen meiner Eltern kenne und hoffe mehr denn je, dass die Greueltaten nicht vergessen gehen und die nächsten Generationen ebenso verschont bleiben.
Die andere Wahrheit von Theresienstadt, die Wahrheit, die bewies, dass das öffentlich zur Schau gestellte Gesicht der Stadt eine Lüge war.
Die Geschichte ist von Beginn weg spannend. Die (übersetzte) Sprache ist klar, schnörkellos und bildhaft. Die Autorin hat die Charakteren über das ganze Buch hinweg detailliert und lebensecht beschrieben. Die Gedanken der Hauptprotagonisten sind nachvollziehbar, ihr Kampf mit sich selbst und ihrem Umfeld ebenso.
- Wie all die übrigen hungernden Vogelscheuchen, die aus ihren Verstecken gekrochen gekommen waren, hatte Hanni keine andere Möglichkeit gehabt, als den Besatzern zu vertrauen.
- Die vorgebrachte Verteidigung war in jedem Fall die gleiche: diese Experimente seien nicht Teil eines Programms von Verfolgung und Mord gewesen, sondern es habe sich um im Namen der Medizinwissenschaft durchgeführte Forschungsarbeiten gehandelt.