Die blaue Stunde handelt von einer Künstlerin und wie ihr Nachlass die Leute die sie bewunderten beeinflusst. So scheint es zu mindest am Anfang des Buches. Es handelt aber auch davon, wie einfach es manchen fällt, ihre Taten zu rechtfertigen. Und zum Schluss rückt die Künstlerin ganz in den Hintergrund.
Während es etwas Zeit braucht in die Geschichte einzutauchen, überrascht es im letzten drittel mit einem Plot twist der (fast) alles was vorangeht in ein klares Licht rückt.
Die blaue Stunde ist kein einfaches Buch und auch kein Pageturner. Während es sich eigentlich leicht lesen lässt hat es eine Tiefe, die ich erst am Schluss begriffen habe. Während die Personen eher oberflächlich bleiben, gelingt die Charakterentwicklung einer Person der Autorin ganz wunderbar.
Ein Buch für alle, die auch ohne Happyend und mit bis zum Schluss offenen Fragen klar kommen.