Sherlock Bones und Dr. Jane Catson wollen Urlaub in Ägypten machen und das kürzlich entdeckte Grab des Tutanchkatzmun besichtigen. Während Catson sich auf die Erholung freut, wünscht sich Bones einen kniffligen Fall. Es dauert nicht lange, bis sein Wunsch in Erfüllung geht.
Gleich zu Beginn werden wir von einer allwissenden Erzählinstanz direkt angesprochen. Sie stellt uns die beiden Hauptfiguren vor, erklärt uns, wie wir das Buch lesen können, und verweist auch auf den Lösungsteil am Schluss. Rein inhaltlich springen die Wortspiele ins Auge, die sich der Autor mit seinen tierischen Figuren und bekannten Namen ausgedacht hat und die von Sarah Heidelberger im Deutschen beibehalten oder, so möglich, übertragen wurden. Zeitlich reisen wir mit Ich-Erzählerin Catson und dem berühmten Detektiv zurück zum Beginn des 20. Jahrhunderts und machen uns auf einem Raddampfer auf den Weg nilaufwärts zu den Grabstätten der Pharaonen. Hauptsätze und Dialoge verleihen dem Text zusammen mit der Serifenschrift eine gute Lesbarkeit. Collins nutzt bei neuen Schauplätzen detaillierte, adjektivreiche Beschreibungen, damit wir uns die Situation lebhaft vorstellen können. Der Textfluss wird an den richtigen Stellen unterbrochen von 30 Rätseln, die sich auf die 15 Kapitel verteilen. Zum Vorlesen ist das Buch daher nicht so gut geeignet, aber zum Selberlesen dafür umso mehr. Denn die vielseitigen und teils äusserst kniffligen Rätsel unterteilen den ohnehin gut strukturierten Text in nochmal kleinere Leseportionen. Auch der für Bones und Catson zu lösende Fall erfordert unsere Knobelfähigkeit. In Kombination mit actiongeladenen Szenen und überraschenden Wendungen steigt ab dem Besuch der Pyramiden kontinuierlich die Spannung, auch für erwachsene Leser. Figuren, Aufbau, Rätsel-Lese-Kombi, Spannungsbogen: Hier stimmt einfach alles. Hervorragendes Lesefutter auch für weniger leidenschaftliche Leser*innen. Vorkenntnisse zum ersten Band sind nicht notwendig.