Sleeping Lake Ranch, Band 2: Emily Malloy arbeitet mit ihrer Schwester als Silberschmiedin. Nach einem bitteren Streit flüchtet Emily mit ihrem Wolfshund Grizz und landet schlussendlich auf der „Sleeping Lake Ranch“, wo sie einen Job erhält. Nicky Charm, die Ranchbesitzerin, hat erfahren, dass das Nakoda Pine Reservat Anspruch auf ihr Ranchland erhebt. Wenn sie nicht eine hohe Ablösesumme zahlen kann, ist ihr Zuhause weg. Wie kann sie so viel Geld beschaffen? Ihre Entscheidungen kommen nicht bei allen gut an – auch nicht bei ihrem Freund Blake, der dem Reservat angehört…
Erster Eindruck: Ein stimmungsvolles Cover – gefällt mir sehr gut.
Dies ist Band 2 der Reihe, kann aber unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden (schöner ist es natürlich schon, Nicky und ihre Familie von Anfang an zu begleiten). Nachdem mich Band 1 ausgezeichnet unterhalten hat, habe ich mich über die Fortsetzung sehr gefreut.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Emily und Nicky erzählt.
Emily arbeitet als Silberkünstlerin, würde jedoch viel lieber mit dem Werkstoff Holz arbeiten. Aber die Tradition der Malloys erlaubt dies nicht – die Holzarbeiten würde niemand sehen wollen, wurde ihr stets gesagt. Kann Emily einen eigenen Weg finden? Noch viel wichtiger: kann sie den gefunden Weg auch wirklich gehen? Sie hat Probleme mit Grizz, ihrem Wolfshund. Allen anderen sagt sie zwar, dass er kein Wolfsblut in sich hat, aber sie belügt sich selbst. Bei einem Streit mit ihrer Schwester und deren Freund eskaliert die Situation und sie geht von zu Hause weg.
Nicky will die Ranch unbedingt retten, macht aber Dinge, mit denen sie die Dorfbevölkerung vor den Kopf stösst. Auch ihre Beziehung mit Blake leidet darunter, da sie ihn wiederholt aus ihrem Leben und ihren Entscheidungen ausschliesst. Gleichzeitig ist sie beleidigt, dass sie von ihm nicht die gewünschte Unterstützung erhält. Zudem sorgt sie sich um ihre Granny, der die Demenz und der Parkinson immer mehr zu schaffen machen. Ihre Granny würde den Verlust der Ranch nicht überleben…
Pferde, Hunde, Demenz, Handwerk, First Nations, Familie, Liebe – dies sind einige der behandelten Stichworte. Die für mich wichtigste Botschaft war, dass man zuweilen um Hilfe bitten und sie dann auch annehmen muss – keine Alleingänge. Die Geschichte hat mich gut unterhalten, keine Frage. Was ich aber als sehr ermüdend empfand, waren die stetigen Wiederholungen von Passagen mit Grizz. Von mir gibt es für diese Geschichte 3 Sterne.