Der Frankfurter Industrielle Bernhard Döhring wurde in seinem Anwesen brutal ermordet. Da er gerne und häufig als Wohltäter aufgetreten ist, ist das öffentliche Interesse an einer schnellen Aufklärung gross. Das Team mit Kriminalkommissarin Lara Plank nimmt die Ermittlungen auf. Als Lara in Döhrings Jagdhaus etwas Ungewöhnliches entdeckt, reagiert ihr Chef schroff und pfeift sie zurück. Lara ermittelt nun im Privaten – mit Unterstützung ihres vorzeitig pensionierten Chefs Simon…
Erster Eindruck: Der Buchtitel und das Cover mit dem Sarg (?) gefallen mir gut – die Haptik spricht mich weniger an.
Der Industrielle Döhring wurde ermordet (das war sehr beklemmend zu lesen – gut gemacht!). Lara interviewt eine frühere Mitarbeiterin von ihm aufgrund ihres Vorwurfs der sexuellen Belästigung. Diese war bereit, eine offizielle Aussage bei der Polizei zu machen, aber kurz darauf folgt eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Lara, da diese sie zu der Aussage zwingen wollte. Chef Nowak muss Lara logischerweise vom Fall abziehen bis sich die Lage wieder normalisiert. Aber nur die Füsse stillhalten ist nichts für Lara. Sie macht einfach von zu Hause aus weiter. Und da ihr frühzeitig pensionierte Chef Simon offenbar nichts Besseres zu tun hat, hilft er ihr dabei.
„Dein Verhalten wird dir irgendwann das Genick brechen. Eher früher als später.“
Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Lara war mir nicht sonderlich sympathisch – nun gut, das muss sie ja auch nicht sein –, aber noch viel mehr Mühe hatte ich mit ihrer Einstellung zur Teamarbeit (Teamarbeit – was soll das sein?). Es fällt mir nicht so leicht, etwas zu der Geschichte zu sagen, ohne dabei zu spoilern. Daher kann ich gewisse Kritikpunkte auch nicht ansprechen, da ich dafür zu weit ausholen müsste. Zwei grosse Kritikpunkte sind einerseits die für mich nicht realistischen Alleingänge von Lara und Simon, andererseits die immer zahlreicher werdende Protagonisten und Verflechtungen, die mich zwischendurch den Überblick haben verlieren lassen.
Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und endet mit einem interessanten, aber zu kurzen Showdown. Von mir gibt es 3 Sterne.