Mich hat tatsächlich (mal wieder) das Cover dazu gebracht mir das Buch näher anzuschauen. Es ist so wunderschön und greift das Setting im Buch auf. Die Autorin entführt uns nämlich im schönen, verschneiten Alaska. Ich liebe Geschichten, die im Norden spielen, weil es immer etwas mystisches hat. Eine angehende Regisseurin und ein arroganter Filmstar. Kann das gut gehen?
Fahra mochte ich von Anfang an, weil sie weiss, was sie will und ihren Traum nicht so leicht aufgeben möchte. Egal, in wie viele Fettnäpfchen sie treten musste, sie gibt nicht auf. Man könnte denken, sie sei eine sehr offene und selbstbewusste junge Frau. Doch man merkte sehr schnell, dass sie grosse Ängste mit sich rumschleppt, mit denen sie sich sogar im Verlauf vom Buch auseinandersetzen muss. Als sie endlich DIE Chance bekommt, als Assistentin an einem Filmset dabei zu sein, ergreift sie sie natürlich und fliegt nach Alaska. Dort muss sie auf den arroganten Schauspieler Paxton aufpassen. Das Sternchen, das sehr gefragt ist und auch noch dazu unverschämt gut aussieht. Ich fand ihr Zusammentreffen so amüsant und witzig. Auch wenn sie sich zu Beginn nicht wirklich mochten, war da doch immer ein kleiner Flirt dazwischen. Es funkte von Anfang an zwischen ihnen. Zuerst ganz zart, doch im Verlauf vom Buch wurde es stärker. Es war richtig schön zu lesen, wie die Autorin die ganze Landschaft und die Settings beschreiben konnte. Ich fühlte mich mittendrin und ich hatte das Verlangen auch nach Alaska zu fliegen, einfach um das live sehen zu können. Einige Dramen waren quasi vorprogrammiert, weil einige Nebencharaktere sich abgehoben benommen haben und für unnötigen Stress sorgten. Dies gehört in Hollywood leider dazu, immerhin ist diese Branche sehr schwierig und unfair. Farah und Paxton tauten nur langsam auf, teilten zögerlich ihre wahren Gefühle und Empfindungen, aber sie waren echt. Paxton hielt ich zuerst für einen Klugscheisser, doch auch bei ihm merkt man schnell, dass er eigentlich ein ganz toller Mann ist. Er ist berühmt, gutaussehend und hat nun mit den Nebenwirkungen zu kämpfen. Er wird von einer Stalkerin heimgesucht, weswegen er niemanden trauen kann. Bis zum Ende wissen wir nicht, wer diese Stalkerin ist, was es wahnsinnig spannend gemacht hat. Auch ein Grund, weswegen Farah und Paxton sich immer wieder annäherten, aber sich auch wieder entfernten. Es war ein hie und her und ich ärgerte mich immer wieder. Jedoch passte dies zu ihrer Situation. Immerhin gehen die Ängste nicht über Nacht weg, deswegen fand ich ihre Reaktionen sehr authentisch.
Nicht nur die Ängste werden behandelt, sondern eben auch das Stalking. Keine leichte Kost. Die Autorin konnte dies aber sehr sensibel und ernst in die Geschichte einbauen. Es zeigte, dass es jeden treffen kann und was es mit dem Opfer machen kann. Das hat man bei Paxton gesehen, und er ist ein berühmter Schauspieler mit viel Geld. Man fühlt sich schutz- und vor allem machtlos. Am Ende hat sich die Situation zugespitzt und ich konnte nicht anders, als mitzufiebern. Richtig toll, dass das Stalking hier nicht romantisiert wird, sondern als gefährlich dargestellt wird. Das kann sehr schnell ins Auge gehen und man braucht sehr viel Nerven damit umzugehen.
Ein richtig schöner Slowburn im verschneiten Alaska mit Nordlichtern, Schlittenhunden und Schlittschuhlaufen auf einem gefrorenem See. Es gab einige Stellen, die mir etwas zu schnell gingen, oder mir nicht logisch erschienen. Aber ansonsten gefiel mir das Buch sehr und ich empfehle es jedem gerne weiter. Bitte aber die Contents beachten, da es sich um Stalking und diversen Ängsten handelt. Wer nicht damit umgehen kann, sollte das Buch lieber sein lassen.