Die Harvard Study of Adult Development, die diesem Buch zugrunde liegt, läuft bereits seit über 80 Jahren. Die Leitung wurde fast wie ein Staffelstab zwischen den Mitarbeiter/innen weitergereicht. In diesem Buch stellen die beiden Autoren nun die wichtigsten Ergebnisse vor. Dazu gliedern sie das Buch in 10 Kapitel, die jeweils auf einen bestimmten Aspekt zu einem gelungenen Leben eingehen, die dahinterliegende Theorie erläutern und diese mit Beispielen aus der Studie verdeutlichen. Teilweise laden die Autoren ein, einen kleinen Selbsttest zu machen, der an den Fragen der Studie angelehnt ist. Immer wieder setzen sie sich damit auseinander, ob die Ergebnisse vielleicht nur für eine begrenzte Gruppe von Menschen zutreffen könnten oder die Ergebnisse durch die permanente Reflektion der Teilnehmer/innen über ihr eigenes Leben verzerrt sein könnten.
Am Endes des Buches finden sich 22 Seiten Literaturhinweise und 23 Seiten Anmerkungen. Zur weiteren Lektüre wird auch auf die Webseite zur Studie verwiesen.
Subjektive Eindrücke
Es ist schon faszinierend, Menschen über mehr als 80 Jahre in ihrem Leben zu begleiten und dann deren Kinder und Kindeskinder ebenfalls zur Teilnahme zubewegen. Aber auch die Ergebnisse an sich sind aufschlussreich und können allen Menschen Hinweise geben, was wichtig ist und womit man sich möglicherweise auch abfinden muss.
Die Texte sind ausnahmslos interessant geschrieben. Für mich hatten die Berichte über die teilnehmenden Menschen besonderes Gewicht.
Nun sind 433 nicht mal eben so weglesbar. Und vielleicht lassen sich einige davon auch abschrecken. Das wäre wirklich schade. Das Buch steckt voller interessanter Erkenntnisse. Vielleicht gibt es ja irgendwann eine Art Zusammenfassung dieses Buches.