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Karel Capek
Masaryk erzählt sein Leben ist zugleich autobiographisches Zeugnis, politisches Bekenntnis und kunstvoll geführter Dialog. In Gesprächen mit Karel Capek entfaltet Tomás Garrigue Masaryk seinen Weg von der mährischen Kindheit über Studium, Philosophie und Exil bis zur Gründung der Tschechoslowakei. Der Stil ist klar, unpathetisch und präzise; Capek ordnet das Erinnern so, dass persönliche Erfahrung, europäische Ideengeschichte und demokratische Praxis ineinandergreifen. Im literarischen Kontext der Zwischenkriegszeit erscheint das Werk als humanistische Gegenrede zu Nationalismus, Dogmatismus und politischer Gewalt. Karel Capek, 1890 geboren, war Dramatiker, Erzähler, Essayist und einer der hellsichtigsten Intellektuellen Mitteleuropas. Als Autor von R.U.R. und Der Krieg mit den Molchen verband er technische Modernität mit moralischer Skepsis. Seine journalistische Genauigkeit, seine Nähe zu Masaryks demokratischem Denken und seine Abwehr totalitärer Versuchungen machten ihn zum idealen Gesprächspartner eines Staatsgründers, dessen Leben er nicht heroisiert, sondern geistig erschliesst. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die Biographie nicht als blosse Chronologie, sondern als Denkform begreifen. Es bietet eine seltene Schule politischer Urteilskraft: ruhig, gebildet, frei von Propaganda. Wer die Grundlagen demokratischer Verantwortung, die Geschichte Mitteleuropas oder Capeks Kunst des Gesprächs verstehen möchte, findet hier ein Werk von bleibender Aktualität.
Biografien & Erinnerungen
Musaicum Books
Deutsch
176
9788027258277
978-80-272-5827-7