Cleya mag keine Weihnachten. Nein, sie hasst sie regelrecht. Lars ist in der Ausbildung zum Weihnachtsmann – kein Witz! – und muss als Abschlussprüfung Cleya überzeugen, Weihnachten zu lieben und den Geist der Weihnacht zu spüren. Er entführt sie zum Nordpol…
Erster Eindruck: Ein witziger Buchtitel, doch das Cover überzeugt mich gestalterisch weniger.
Zu Beginn war es für mich schwierig einzuschätzen, wie alt Cleya eigentlich ist. Einerseits dachte ich, sie sei Ende zwanzig, aber dann schätzte ich sie doch wieder jünger ein. Für meinen Begriff dauerte es zu lange, bis erwähnt wurde, dass sie 17 Jahre alt sei. Und der Weihnachtsmann-Azubi ist 19 Jahre. Um es vorneweg zu nehmen: Diese Altersproblematik blieb für mich bis zum Schluss – sie wirkten viel älter als Teenager.
Cleya ist bei der Familie ihrer Tante in Winterville zu Besuch. Ein kleines Kaff, in dem alle Weihnachten lieben und es auch überall dementsprechend dekoriert ist. Und: alle wissen alles über den Nachbarn. Na bravo! Cleya hasst Weihnachten, mag keine Kinder und auch keine Tiere. Es scheint ihr alles zuwider. Hm, das ist definitiv keine weihnächtliche Einstellung. Ihr wird erzählt, dass es eine Nordpol-Legende gäbe. Sie hätte sich niemals träumen lassen, dass sie schlussendlich selbst Bestandteil davon werden würde. Was heisst daher Legende? Puh, es ist wahr! Lars, der Weihnachtsmann-Azubi erhält Cleya als Abschlussprüfung – die selbstverständlich am Nordpol, und nicht in Winterville stattfinden wird – zugewiesen. Also muss Cleya zu ihm an den Nordpol. Sie weiss noch nichts von ihrem „Glück“: er verschleppt sie kurzerhand zu ihm nach Hause. Doch auch am Nordpol ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen…
Die schräge Geschichte hat sich stellenweise etwas gezogen, hat mich aber gut unterhalten – gut, aber auch nicht darüber hinaus. Wenn ich wiederholt darauf achte, wie weit ich im Buch bereits gekommen bin, bzw. wie viele Seiten noch vor mir liegen, zeigt mir dies, dass mich die Story nicht so fesselt wie gewünscht. 3 Sterne.