Hannah, das geliebte Kindermädchen der kleinen Jo, verschwand in den 1980er Jahren buchstäblich über Nacht spurlos. Über dreissig Jahre später kehrt Jo aus den USA nach England zurück. Ihr Mann ist gestorben und sie hat kein Geld, um für sich und ihre Tochter Ruby zu sorgen. Sie kehrt daher ungern ins Haus ihrer Kindheit zurück. Mit ihrer Mutter Virginia versteht sie sich gar nicht, die Beiden scheinen überhaupt keine Berührungspunkte zu haben. Der geliebte Vater wiederum ist tot. Kaum angekommen, finden Jo und Ruby im Privatsee der Familie Holt eine skelettierte Leiche.
Schnell wird klar, dass es sich um eine weibliche Person handelt, die seit etwa dreissig Jahren tot sein muss. In Jo keimt ein Verdacht auf: Ist es Hanna?
Dem ermittelnden Polizisten wird schnell klar, dass Virginia mehr weiss, als sie zugibt. Doch was sie zu verbergen hat, gibt sie nicht preis.
Kurze Zeit später taucht eine Frau bei der Familie Holt auf, die sich als Hannah ausgibt. Ist es möglich, dass sie es wirklich ist?
Jo ist sich nicht sicher. Zuviel Zeit ist vergangen. Dennoch vertraut sie der fremden Frau gleich sofort viel mehr als ihrer eigenen Mutter und engagiert sie, um auf Ruby aufzupassen, wenn sie selbst arbeiten geht.
Schon bald geschehen im Haus merkwürdige Dinge, Virginia verletzt sich mehrfach und auch Ruby geht es nicht gut. Ob Hannah etwas damit zu tun hat?
Und wer ist die Leiche im See?
Die Geschichte endet recht dramatisch.
Das Buch spielt auf verschiedenen Zeitebenen. Hannahs Sicht stammt aus den 70ern und 80ernder 1900er-Jahre. Die Sicht von Tochter Jo und Mutter Virginia, sowie dem Polizisten Andy spielt hingegen in der Gegenwart. Der Krimi erhält dadurch eine Dynamik, die der Geschichte gut tut. Leider bleiben die Hauptfiguren insgesamt recht farblos, lediglich für Virginia entwickelte sich mit der Zeit Sympathie. Sie ist die einzige, die etwas “Fleisch am Knochen” hat.
Aus diesem Grund, und weil die Story einigermassen vorhersehbar ist, kann ich dem Buch nicht die volle Punktzahl geben.