Schon länger folge ich den Büchern von Stephan Bachmann. Ein äusserst talentierter, sehr ideenreicher Schriftsteller. Er und seine Kolleginnen haben hier ein Buch mit 36 Kurzgeschichten vorgelegt, die sich quasi in einer Basisidee zusammenfinden. Wie in allen Kurzgeschichten-Sammlungen trifft vielleicht nicht jede Geschichte den Geschmack des Publikums, aber die meisten Geschichten in diesem Buch sind wirklich gut, sehr kurzweilig, spannend und oftmals aussergewöhnlich ideenreich. Von gewissen Vorstellungen müssen wir uns nach diesem Buch allerdings verabschieden. Feen sind nicht immer lieb, lebende Skelette nicht immer böse, und ganz gewöhnliche Dinge entwickeln ganz eigene Fähigkeiten. Alle Geschichten haben gemeinsam, dass sie doch recht düster sind und dem einen oder andern könnte ein leichter Schauer über den Rücken laufen, vor allem in einsamen nebligen Winternächten.