James Canton besucht regelmässig eine alte Eiche, die Honywood Eiche, in Essex, die ein Schössling war, als vor 800 Jahren die Magna Charta unterzeichnet wurde. Was kann ein so alter Baum uns sagen?
Wenn wir uns auf die Begegnung mit alten Bäumen einlassen, erfahren wir einen für uns schier unbegreiflichen Zeithorizont, währt doch menschliches Leben vieleicht 80 oder 90 Jahre. Aber es ist nicht nur die enorme Zeitspanne, die uns tief beeindruckt. Die alte Eiche in sich birgt einen Mikrokosmos an Leben, in ihren Zweigen, an ihren Wurzeln unter ihrer schützende Baumkrone. Hier erfahren wir, wie alles mit allem zusammenhängt.
Es ist die Ruhe, die Langsamkeit, welche die Eiche in den Menschen einfliessen lässt. Die Wahrnehmung des Baumes ändert sich, der Blick auf das Leben um uns herum, auf die Zeit. Wir müssen uns nur darauf einlassen - mit allen Sinnen, sei es das patische Erleben der alten Rinde, sei das Hören der rauschenden Blätter. Der Baum stand bereits bei unserer Geburt da und er bringt alles mit, um lange nach uns dazustehen.
Wie im Klappentext erwähnt, ist das Buch eine Meditation über unser tiefverankertes Bnedürfnis nach Natur, welches wir im täglichen Hamsterrad unseres modernen Lebens verdrängen.
James Canton ist ein wunderbares Werk gelungen, welches sicherlich einen Platz neben den grossen Klassikern des Wild Writing verdient.