Inhalt siehe Artikel-Beschreibung
Noah und Betty, er der junge Künstler, sie die ältere, seit drei Jahren verwitwete Frau, suchen beide nach Befriedigung ihrer Gefühle. Noah will Camilla zurückgewinnen, indem er für sie kämpft und Betty ihrer Wut durch Rache zur Ruhe verhelfen.
Die beiden treffen sich in der Blauen Tulpe, einem Lokal, das immer wieder vorkommt. Hier kommen sie ins Gespräch und damit nimmt die Geschichte ihren Anfang und Lauf. Können sie einer dem anderen helfen?
So wie dieses Lokal, sind Orte zentral in Martin Suters Krimi – noch auffälliger sind die Getränke. Mojitos, edle Rot- und Weissweine, Champagner, Sekt. Gerichte, die eigentlich wenig alltäglich sind.
Die Geschichte entwickelt sich zwar spannend. Man weiss zwar, wie es herauskommen könnte, sollte und wer wie beteiligt ist. Es ändern sich allerdings immer wieder Umstände und es kommt auch dies und das Unerwartete ans Licht, so dass man doch nicht weiss, ob das Erwartete eintritt und auf welche Weise. Ich habe den Krimi nicht ungern gelesen, begeistern kann ich mich nicht. Die Charaktere finde ich oft etwas überzeichnet. Ich hatte den Eindruck, dass bei jeder Gelegenheit getrunken und Drinks, oder auch mal Bier serviert wurde. Eine Gesellschaft, die sich insbesondere durch ihre finanziellen Kapazitäten auszeichnet. Im Gegenzug wird eine Person – die ambulante Pflege – mit Migrationshintergrund aus meiner Sicht abwertend dargestellt: Sie begrüsste ihn mit starkem Balkanakzent. “Vater freuen auf du.” Das hat mich gestört, ich finde es absolut unnötig, dass Suter sie diesen Satz in nicht korrektem Deutsch sprechen lässt.