Es fällt mir schwer, dieses Buch in Worte zu fassen. Einerseits konnte ich kaum mehr als 20min am Stück darin lesen, aber wenn ich versuche aufzulisten, was genau ich daran auszusetzen habe, fällt mir kaum etwas ein.
Der Einstieg ist spannend und packt einen sofort. Die Kapitel sind kurz und die Erzählperspektiven wechseln ab und zu mal. Dies führt dazu, dass die Geschichte trotz des schweren Inhalts, eigentlich sehr leicht zu lesen ist. Die Nachbarschaft in Gabeljung bringt einige interessante Gestalten hervor. Viele Namen können für Verwirrung sorgen. Nicht hier. Die Personen werden gut vorgestellt und ihre Verbindung zu einander erklärt. Gegen Ende des ersten Teiles wird die Erzählung etwas schleppend, aber zu Beginn des zweiten Teiles, nach dem Zeitsprung, kehrt die Spannung vom Anfang sofort zurück. Apropos Zeitsprung: Lieben wir.
Ich hatte von Anfang an einen Verdacht, wer der Täter sein könnte. Dieser hat sich jedoch nicht bewährt. Das muss man diesem Buch wirklich lassen: Es führ einen ganz schön an der Nase herum. Ständig kommen wieder neue Hinweise und am Ende wird so ziemlich jeder Charakter einmal verdächtigt. Auf jeden Fall fühlt es sich so an. Am besten gefiel mir jedoch die Abrundung am Ende. Der erste Tatverdächtige, der 5 Jahre später doch noch gesteht.
Allerdings finde ich, es sollte als illegal erklärt werden mit einem solchen Cliffhanger aufzuhören. Nicht fair.