Mit „Vollendung“ legt Veit Etzold bereits den zehnten Band der Clara-Vidalis-Reihe vor. Allein das zeigt, wie erfolgreich und langlebig diese Thriller-Reihe ist.
Die Grundidee hat mich sofort angesprochen: Eine mysteriöse Mordserie, eine Sekte, die Selbstoptimierung bis ins Extreme treibt, und Clara Vidalis, deren eigene Tochter in den Bann dieser Gruppierung gerät. Das klang nach einem packenden Thriller mit viel psychologischer Spannung.
Leider konnte mich die Umsetzung dieses Mal nicht vollständig überzeugen. Ich kann gar nicht genau benennen, woran es lag, aber im Vergleich zu den vorherigen Bänden hat mich die Geschichte emotional einfach nicht so mitgerissen. Die Spannung war zwar vorhanden, dennoch fehlte für mich das gewisse Etwas, das die Reihe für mich bisher ausgezeichnet hat.
Ist „Vollendung“ deshalb ein schlechtes Buch? Ganz klar: nein. Es ist nach wie vor ein solider Thriller mit einer interessanten Thematik und den gewohnt gut ausgearbeiteten Figuren. Allerdings gehört dieser Band für mich nicht zu den stärksten der Reihe.
Trotz meiner kleinen Enttäuschung hoffe ich sehr, dass die Reihe um Clara Vidalis fortgesetzt wird. Ich bin gespannt, welche Fälle Veit Etzold seiner Ermittlerin als Nächstes anvertrauen wird.