Mr. Fox ist der neue, allseits beliebte Lehrer einer Privatschule im ländlichen New Jersey. Als sein Auto und eine nicht identifizierbare Leiche im lokalen Naturreservat gefunden wird, ist schnell klar, dass er nicht ist, wer er vorgibt zu sein.
Oates gibt in diesem Roman viel Einsicht in die diversen Charaktere einer Kleinstadt und zeigt vor allem ihre verdorbenen Seiten auf, was es schwer macht, sich in die Personen einfühlen zu können. Ich merke, dass ich während des Lesens eine gewisse Distanz zum Geschehen wahre und dadurch nicht ganz in die Geschichte eintauchen konnte.
Der Schreibstil der Autorin gefiel mir nach anfänglichen Schwierigkeiten gut; der ist einerseits so locker-flockig zu lesen und trotzdem taucht sie tief in die Köpfe der einzelnen Personen ein. Ich mag es sehr, wenn nicht immer ganz klar ist, aus welcher Perspektive wir gerade lesen. Die Wiederholungen einzelner Szenen waren mir jedoch etwas zu zahlreich und teilweise auch viel zu langatmig.
Am Schluss frage ich mich jedoch, was dieses Buch eigentlich sein möchte; Gesellschaftskritik, Krimi, Charakterstudie, Thriller oder etwas ganz anderes? Es bläst sich während der Lektüre in alle Richtungen auf, um mich schlussendlich unzufrieden und mit vielen offenen Fragen zurück zu lassen.