Ich habe The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro im Rahmen einer Leserunde gelesen.
Das Buch bietet eine spannende und facettenreiche Geschichte mit vielen interessanten Ideen. Besonders Harus Entwicklung und der Handlungsstrang rund um die Drachen haben mir sehr gut gefallen. Auch Toshiko war eine Figur, mit der ich schnell mitgefiebert habe. Dagegen konnte ich zu einigen anderen Charakteren, vor allem durch die vielen Perspektivwechsel, keine so starke Verbindung aufbauen.
Leider konnte mich der Schreibstil bis zum Schluss nicht ganz überzeugen. Die Handlung wurde zwar gegen Ende deutlich spannender, wirkte auf mich aber oft etwas überladen. Einige Szenen, besonders die Kämpfe, waren für mich zu abstrakt, und ich hätte mir insgesamt mehr emotionale Tiefe sowie etwas weniger, dafür stärker ausgearbeitete Handlungsstränge gewünscht.
Da ich sonst kaum Fantasy oder SciFi lese, fiel es mir teilweise schwer, den Überblick über die Welt, die vielen Begriffe sowie die Mischung aus Technik und Magie zu behalten. Trotzdem fand ich die Grundidee der Geschichte sehr gelungen. Insgesamt war das Buch für mich spannend, aber nicht wirklich fesselnd und ist mir nur teilweise in Erinnerung geblieben.