Tilla hat eine Freundin, Rena. Rena ist unkonventionell und mutig, so dass auch Tilla selbst aus ihrem
Kokon schlüpft. Als Rena eines Tages nicht am Treffpunkt erscheint, macht sie sich Sorgen, dass Rena etwas passiert sein könnte. Und findet heraus, dass ihr Rena einiges verschwiegen hat.
Im Buch ist Rena zwar ein zarter roter Faden, aber im Wesentlichen geht es um Tilla selbst, die in einer spannenden Zeit erwachsen wird: im Juni 1953 erlebt sie den Aufstand gegen das DDR Regime und der sowjetischen Besatzung hautnah. Obwohl sie sich selbst als Sozialistin beschreibt und zu Beginn linientreu, spürt sie ihr Idealbild schwinden. Zudem muss sie erfahren, dass auch ihr Vater eine zweifelhafte Rolle in der Partei bekleidet.
Einfühlsam beschreibt die Autorin Tillas inneren Kampf und lässt die Aufbruchzeit der noch jungen DDR glaubhaft und greifbar vor unseren Augen entstehen.