Tal der Schwalben zeichnet sich vor allem durch den wunderschönen, präzisen Sprachstil und die feinen Beobachtungen der Autorin aus. Die Figuren sind vielschichtig gezeichnet, und die Auseinandersetzung mit Tradition und Moderne bietet interessante Denkanstöße. Allerdings wirken einige Wendungen und Auflösungen etwas konstruiert, und die zahlreichen Erzählstränge erschweren stellenweise den Lesefluss. Insgesamt ein lesenswerter Roman mit sprachlicher Stärke, der mich jedoch nicht ganz überzeugen konnte.