Ein junges Ehepaar erfüllt sich den Traum vom eigenen Haus und freut sich auf einen Neuanfang mit ihrer kleinen Tochter. Die neue Siedlung wirkt ruhig und einladend, die Nachbarn sind freundlich und alles scheint perfekt. Doch schon kurz nach dem Einzug häufen sich unheimliche Vorfälle. Ines fühlt sich nachts beobachtet und glaubt, im leerstehenden Nachbarhaus einen Fremden gesehen zu haben. Als wenig später ein Mord geschieht, wird aus der anfänglichen Unsicherheit nackte Angst. Plötzlich gerät jeder Bewohner der Siedlung unter Verdacht und die Frage, wem man noch trauen kann, bestimmt den Alltag.
Die Geschichte baut von der ersten Seite an eine dichte und beklemmende Atmosphäre auf. Gerade die Vorstellung, dass jemand unbemerkt in das eigene Zuhause eindringen könnte, ist eine Angst, die wohl viele nachvollziehen können. Dadurch entsteht eine Spannung, die mich durchgehend gefesselt hat. Der flüssige Schreibstil sorgt dafür, dass sich das Buch sehr angenehm lesen lässt und die Seiten nur so dahinfliegen. Zwar sind mir im Verlauf einige Logikfehler aufgefallen, wodurch besonders das Verhalten der Polizei stellenweise etwas unglaubwürdig und wenig kompetent wirkte. Trotzdem bleibt die Handlung spannend und bietet gute Unterhaltung für einen gemütlichen Thrillerabend.
Mein Fazit: Ein packender Psychothriller mit einer starken Grundidee und einer durchgehend angespannten Atmosphäre. Kleine Schwächen bei der Logik trüben den Lesespass zwar etwas, dennoch ist das Buch eine spannende Lektüre für Zwischendurch. 4 Sterne.