Eine halbe Ewigkeit von Ildikó von Kürthy begleitet Cora Hübsch an einem Wendepunkt ihres Lebens. Als eine zufällige Begegnung mit einer Bekanntschaft aus der Vergangenheit alte Erinnerungen weckt, fasst sie den Mut, auf ihr Herz zu hören. Was als einzelner Schritt beginnt, zieht weitere schicksalhafte Begegnungen nach sich und verändert mehr, als sie je erwartet hätte.
Mit viel Wärme und Feingefühl erzählt Ildikó von Kürthy von Freundschaft, Weiblichkeit, Liebe und Verbundenheit. Gleichzeitig ist es eine Geschichte über Selbstfindung und die Frage, wie viel Mut es braucht, dem eigenen Leben noch einmal eine neue Richtung zu geben.
Besonders gefallen hat mir Cora Hübsch. Mit all ihren Zweifeln, Hoffnungen und ihrer wachsenden Bereitschaft, dem Leben wieder zu vertrauen, wirkt sie unglaublich nahbar. Gerade durch sie entfalten die grossen Themen des Romans ihre Wirkung, ohne jemals aufgesetzt zu wirken.
Trotz aller ernsten Fragen verliert das Buch nie seine Hoffnung. Es erinnert daran, dass das Leben voller unerwarteter Begegnungen steckt und dass manche Entscheidungen weitreichender sein können, als man zunächst ahnt.
Eine halbe Ewigkeit ist ein warmherziger Roman über Freundschaft, Liebe und Schicksal. Oder einfach gesagt, es ist die Erzählung eines Lebens.