Yester Year hat mich vor allem wegen seiner originellen Grundidee angesprochen. Die Geschichte verbindet aktuelle Themen wie Social Media, den Tradwife-Trend und den Wunsch nach einem scheinbar perfekten Leben auf eine spannende und zum Nachdenken anregende Weise. Gerade dieser Blick hinter die perfekte Fassade hat mir sehr gut gefallen.
Die Hauptfigur war für mich nicht immer sympathisch, aber genau das machte sie interessant. Ich wollte unbedingt wissen, wie sich ihre Geschichte entwickelt und welche Wahrheit am Ende ans Licht kommt. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass ich gut durch das Buch gekommen bin.
Trotzdem hat mich die Umsetzung nicht vollständig überzeugt. Vor allem im Mittelteil gab es für meinen Geschmack einige Längen, und das Ende hat bei mir nicht alle Fragen beantwortet. Ich hatte stellenweise das Gefühl, dass aus der starken Idee noch etwas mehr hätte herausgeholt werden können.
Insgesamt ist Yester Year aber ein lesenswerter Roman, der aktuelle gesellschaftliche Themen aufgreift und zum Nachdenken anregt. Auch wenn er mich nicht restlos begeistert hat, habe ich das Buch gerne gelesen und vergebe 4 von 5 Sternen.