Das Buch ist mir zuerst wegen seines Covers ins Auge gefallen. Es vermittelt für mich genau die richtige Mischung aus Sommer, Spannung und Geheimnissen und machte sofort Lust aufs Lesen.
Der Schreibstil ist sehr schnell und flüssig, wodurch ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Besonders gefallen haben mir die vielen Perspektiven, da ich Geschichten aus unterschiedlichen Blickwinkeln grundsätzlich sehr gerne lese. Hier war es für mich allerdings stellenweise etwas verwirrend, da sich hinter verschiedenen Perspektiven plötzlich dieselbe Person verbirgt und ich dadurch zeitweise den Überblick verloren habe.
Die Grundidee rund um Reality-TV, Voyeurismus und die Gier nach Unterhaltung hat mich sofort gepackt. Besonders spannend fand ich die gesellschaftskritischen Aspekte, die zum Nachdenken anregen und der Geschichte mehr Tiefe verleihen als einem gewöhnlichen Thriller.
Das Ende konnte mich persönlich jedoch nicht ganz überzeugen. Es zog sich für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge und einige der Twists entsprachen nicht ganz meinen Erwartungen. Dennoch sorgen die zahlreichen Wendungen dafür, dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt.
Insgesamt ist „Guilty Pleasure“ ein packender Thriller mit einer originellen Idee, einem rasanten Schreibstil und vielen überraschenden Wendungen. Auch wenn mich nicht jeder Twist überzeugen konnte, hatte ich spannende Lesestunden und würde das Buch besonders für den Sommer empfehlen.