Mit Villa Rivolta entführt uns Daniel Speck erneut nach Italien und erzählt eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Liebe und gesellschaftliche Gegensätze. Im Mittelpunkt stehen Valeria Fabrizi, die Tochter einer Hausangestellten, und Piero Rivolta, der Sohn des wohlhabenden Automobilunternehmers Renzo Rivolta. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet die beiden eine tiefe Freundschaft, die sie ein Leben lang begleitet.
Der Roman zeigt eindrücklich die Kluft zwischen Arm und Reich sowie die Herausforderungen der süditalienischen Gastarbeiter, die im Norden Italiens Arbeit suchen. Durch die Figur des Flavio wird spürbar, wie es sich anfühlt, im eigenen Land als Fremder wahrgenommen zu werden.
Gleichzeitig vermittelt Speck ein lebendiges Bild des italienischen Wirtschaftswunders und der Automobilindustrie. Die legendären Fahrzeuge der Familie Rivolta stehen dabei für Aufbruch, Fortschritt und große Träume.
Villa Rivolta ist ein fesselnder, atmosphärischer Roman, der Geschichte und persönliche Schicksale gekonnt miteinander verbindet. Ein lesenswertes Buch über Freundschaft, Herkunft und die Suche nach Zugehörigkeit.