Isolde wächst in einem Klan auf und lernt schon früh, das Kingsland für die erschwerten Lebensbedingungen der Klans verantwortlich zu machen. Das Kingsland ist eine mit Zaun umzäunte Stadt, die noch Geräte oder fliessend Wasser hat, wie die alte Republik. Doch wegen eines Angriffes auf Isadora, der sie fast das Leben kostet, wird ihr Weltbild auf den Kopf gestellt. Nun muss Isolde versuchen, ihrem Klan treu zu bleiben und gleichzeitig der Bindung nachzugehen, die sie nun an Tristan fesselt.
Ein gelungener Start in das Buch hat in mir direkt viele Fragen ausgelöst und in mein Interesse Isadoras und Tristans Welt erweckt. Politische Spannung, veraltete Ansichten auf das Leben und ein Weltbild, dass vielleicht nicht so ist, wie es scheint, haben von Beginn an Spannung ausgelöst. Dank des flüssigen Schreibstils bin ich ebenso schnell durch die Geschichte gewandert und genoss ein sehr angenehmes Leseerlebnis. Auch ein Weilchen nach dem Lesen ist mir jedoch ein Thema besonders im Kopf geblieben: Die Verbindung zwischen Isolde und Tristan. Die Verbindung und auch den Rettungsversuch waren mir irgendwie ein Dorn im Auge. Vielleicht war es wegen der Beschreibung, wie Isadora auf seine Berührungen reagierte oder der leichte Beigeschmack eines “insta love tropes” der meinem persönlichen Geschmack leider nicht entspricht. Für mich war die Bindung zwischen den Beiden deswegen stets etwas weit weg und nicht wirklich greifbar. An einigen Stellen hätte das Buch ausserdem mehr Raum haben dürfen. Handlungen wurden gegen Ende teilweise schnell aufgelöst und hätten eventuell noch 1-2 Seiten mehr haben dürfen. Das Ende hat mich dennoch nicht wirklich gepackt, auch wenn der Abschluss rein logisch gesehen zum Buch gepasst hat.
Ich finde dennoch, dass der Debüt Autorin die dystopische Neuerzählung von Isolde und Tristan gelungen ist und freue mich, von ihr in Zukunft noch mehr zu lesen.